Aktuelles

November / Dezember 2017 / Januar 2018

Liebe Geschwister, liebe Freunde und liebe Bekannte!

„… als aber die Fülle der Zeit kam,
sandte Gott seinen Sohn, ...“

Galater 4,4

Nach einem intensiven Oktober starten wir in die Vorweihnachtszeit. Was
in Geschäften schon längst ein normales Bild geworden ist (Weihnachts-
plätzchen und Weihnachtsdekoration), kommt nun mit großen Schritten
auf uns zu. Und auch in diesem Jahr beschleicht mich das Gefühl „Was?–
jetzt schon?“  oder „Das passt jetzt gerade noch nicht; es gibt noch so viel
zu erledigen bis dahin!“ 

Wenn  ich  mir  die  biblischen  Berichte  über  die  Geburt  Jesu  durchlese,
bemerke  ich unweigerlich eine Parallele zur heutigen Vorweihnachtszeit.
Gott  sendet  seinen  Sohn  zu  den  Menschen  und  gefühlt  passt  diese
 Weichenstellung  zur  Erlösung  der  Menschheit  gerade  gar  nicht  in  die
Atmosphäre  höchster  Aktivität  und  Veränderung!  Der  ganze  damalige
bekannte Erdkreis ist aufgrund der römischen Volkszählung in Bewegung
und die Sehnsucht der Juden nach einem politischen Befreier und religiö-
sem Führer erreicht mal wieder einen ihrer Höhepunkte.

Aber Jesus kommt … trotzdem. Aus Gottes Sicht ist der Zeitpunkt genau
richtig. Die Gefangenschaft der Menschen in Sünde und Religion soll ein
Ende haben. Die Zeit ist erfüllt. Nun handelt Gott. Sein einzigartiger Erlö-
sungsplan  wird  in  der  sichtbaren  und  unsichtbaren  Welt  Wirklichkeit
 werden!

Jesus  kommt  und  …  stört  den  Status  Quo  von  Anfang  an.  „Das  passt
nicht!“  oder  „wir  haben  keinen  Platz  für  dich!“  sind  die  unverblümten
Reaktionen  der  Menschen  teilweise  sogar  schon  vor  der  Geburt  des
 Gottessohnes.

Jesus  kommt  und  …  lässt  sich  nicht  aufhalten.  Da  ist  nicht  nur  das
Bewusstsein  über  die  Erlösungsbedürftigkeit  der  Menschheit  und  die
damit verbundene Not. Da ist vor allen Dingen das Vaterherz Gottes, das
bedingungslos lieben kann.  Gott liebt diese Welt und weil er liebt, gibt er
sein wertvollstes, seinen eingeborenen Sohn (Joh. 3,16) für uns. – Ja, genau,
deswegen die vielen Geschenke zu Weihnachten!

Ich wünsche Euch Oasen des Dankens und Nachdenkens in der Vorweih-
nachtszeit.

Ich wünsche Euch trotz Geschäftigkeit die Fähigkeit, mal anzuhalten.

Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit!

Euer Pastor Thomas Ruchelka

Erntedankfest

Am  1.  Oktober  feierten  wir  unser  Erntedankfest.  Passend  dazu  war  das
Thema der Predigt: „Dankbar?!“ (Lukas 17,11-19)
Dankbarkeit kann man nicht denken, auch Liebe kann man nicht denken,
Dankbarkeit geht nicht theoretisch, Dankbarkeitsgefühle nur aus Diszip-
lin?  Oder  Christen  müssen  immer  dankbar  sein,  oder  immer  fröhlich
sein..? Bei diesen Gedanken sollte sich jeder fragen: „Wo befindet sich mein
Herz?“ (Ps. 139).

....  „schmecket  und  sehet,  wie
freundlich der Herr ist“ ist für mich
eins  der  wichtigsten  Dinge.  Um
nicht  in  einen  religiösen  Mantel
zurück zu schlüpfen, ist es für jeden
wichtig, sein Herz und sein Inneres
zu  prüfen.  Gefühle  sind  ein
Geschenk von Gott.
Die  Predigt  von  Tom  gab  wohl
jedem Anstoß genug, zu überprüfen
„wo stehe ich?“

In einem sehr schön gestalteten Ambiente mit reichhaltigem und vielfälti-
gem Buffet fand anschließend ein reger Austausch untereinander statt.
Erika Thamm

Gemeindeausflug — Salem

Ein  Wochenende  in  Salem,  abseits  von  den  Herausforderungen  des All-
tags. Vom 20. - 22. Oktober 2017 fuhren wir nach vielen Jahren wieder als
ein Teil der Gemeinde in das Haus der Stille.

Wunderbar versorgt mit viel herzlicher Aufmerksamkeit, leckerem Essen
und einer wunderschönen Natur.

In mehreren Treffen und einem Gottesdienst versuchten  wir  uns  dem  Thema  „Gebet  mit  den Psalmen“ zu nähern. Beeindruckt von den starken  Aussagen  der  Psalmschreiber,  der  hohen Emotionalität, mit der sie Gott begegneten, sind
sie nach wie vor Ansporn und Herausforderung.

In einem weiteren Gesprächsteil versuchten wir
gemeinsam unserer Gemeindeordnung in Bezug
auf Leiterschaft auf den Grund zu gehen. Dabei wurde für alle deutlich,
wie hilfreich und notwendig gute und offene Kommunikation ist.

Mit einem schönen Heidespazier gang und einem Fußballspiel
wurde am Nachmittag bei Regen überschüssige Kraft abgebaut.

Die späten Abende waren wie immer viel zu kurz. Beim gemeinsamen
Spiel wurden bis dahin unbekannte Talente entdeckt.

Verlieren kann richtig Spaß machen, wenn man den richtigen Gegner hat.
Wir sind dankbar für eine gute Zeit.

Wilfried Krüger

August / September / Oktober 2017

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Bekannte!

„... weißt Du nicht, dass die Güte Gottes

Dich zur Umkehr leitet?“

Römer 2,4



Die Schatten werden immer länger und ein ereignisreicher Sommer geht

langsam in den Herbst über. Auch unser Umzug in unser neues Haus in

Tostedt liegt hinter uns und wir freuen uns über dieses wunderbare Geschenk unseres himmlischen Vaters!

Vieles ist auch auf der politischen Ebene passiert, nicht nur das G20 Tref-

fen, sondern auch „die Ehe für alle“ waren heiße Sommerthemen in unse-

rer Stadt und in unserem Land. Immer wieder bricht die Frage auf, warum

unser Vater im Himmel es zulässt, dass Gesetze in unserem Land bald

nicht mehr den judeo-christlichen Wertekanon widerspiegeln werden.

Ist es wirklich die Aufgabe des Staates, das Leben seiner Bürger bis in die

Privatsphäre zu reglementieren? Ich denke nicht! Noch immer ist der

Mensch für seine Taten selbst verantwortlich zu machen, auch wenn der

Humanismus seltsame Blüten treibt (z.B. ... ein Täter wird als „nicht straf-

fähig“ eingestuft, da er selber eine schreckliche Kindheit durchleben

musste usw.). Da müsste man doch mal mit der gutbürgerlichen Klatsche

dreinschlagen ... und dann ginge es wieder einigermaßen normal weiter.

- Klingt verlockend, ... doch was sagt eigentlich die Bibel dazu? Hm, eine

Stadt in Samaria sollte den Zorn der Jünger wegen eines Durchreisever-

bots zu spüren bekommen, doch Jesus sah das ganz anders und konfron-

tierte sie mit den Gedanken ihres Herzens.

Paulus lehrt uns, dass Gottes Güte zur Umkehr leitet. Es nützt bekanntlich

nicht viel, einem Teenager vorzuhalten, was er alles nicht erledigt hat an

einen lieben langen Tag. Sollte doch schon ein Fortschritt erreicht worden

sein (z.B.: Ja, er/sie bringt täglich den Müll nach draußen), dann geschieht

dies normalerweise nicht auf eine schnelle oder effektive Weise. Die folge-

richtige Ermahnung bringt normalerweise Spannung, Trotz und Trennung

hervor – aber eben nicht das gewünschte Ergebnis.

Unser himmlischer Vater zeigt uns einen anderen Weg aus diesem Dilem-

ma; ein Weg, der zutiefst seinem göttlichen Wesen entspricht. Gott

gewährt seine Güte allen Menschen. Er lässt es regnen über Gut und Böse.

Er macht keinen Unterschied! Wenn diese Güte einem Menschen zu viel

wird, wenn er oder sie sich der unverdienten Gnade Gottes im Leben

plötzlich bewusst wird, dann sucht dieser/diese nach Möglichkeiten, dem

gütigen Gott zu danken. Er/sie verlässt den falschen Weg in der Freude

über so viel erfahrene Güte Gottes.

Wie viel Güte brauchst Du noch, um umzukehren?!

Euer Pastor Thomas Ruchelka

Bericht vom Friedensgebet in Harburg

Am 07.07.2017 um 18:00 Uhr fanden in unserem Hamburg verschiedene

Gebetsinitiativen zum Thema Frieden und G20 Gipfel statt. Wir Harburger

beteiligten uns mit einem Friedensgebet in der St. Johanniskirche, Bremer

Str. 3. Pfarrer Friedrich Degenhardt (St. Johannis) und Pastor Thomas

Ruchelka (UGHH) hatten aus dem reichhaltigen Vorbereitungsmaterial

eine ansprechende Gebetsstunde zusammen gestellt. Gottes Gipfeltreffen

(Jesaja 2,1-5) und ein rechtes Fasten (Jesaja 58,7-11) bildeten die Grund lage

für die Andacht. Nachdem einige vorformulierte Gebete von Menschen

außerhalb der G20 Staaten vorgelesen worden waren, war auch Raum für

freie Gebete und das Anzünden einer Kerze am Gebetsbaum. Der gemein-

sam gesprochene Aaronitische Segen rundete dieses gelungene Friedens-

gebet ab. „So ein gemeinsames Gebet sollten wir öfters machen“, war der

gemeinsame Wunsch vieler Beteiligter.

Gemeindeausflug in die Lüneburger Heide

Unser Gottesdienst im paradiesischen Garten

Am Sonntag, den

9. Juli, trafen wir

uns als Gemeinde

in der Lüneburger

Heide, im Wald -

erlebnispark oder

auch Waldpäda-

gogisches Zen-

trum in Ehrhorn,

in der Nähe von

Scheeverdingen.

Auf diesem wun-

derschönen, fast

paradiesisch land-

schaftlichen Plätzchen konnten wir bei herrlichem, sonnigen Wetter im

Freien gemeinsam Gott die Ehre geben. Lobpreislieder, Gebet und eine

Predigt von Tom rundeten den ersten Teil unseres Ausflugs in Gottes wun-

derbarer Natur ab.

Nun war das Mittagessen angesagt, Wilfried übernahm die Aufsicht am

Grill und verwöhnte uns mit leckeren Würstchen und vielem mehr. Es gab

wieder mal so viele Köstlichkeiten, die wir nicht alle verzehren konnten

und teilweise wie-

der mit zurück

nehmen mussten.

Grillen ist angesagt

Nach dem ausgie-

bigen Mittags-

schmaus und

einer kleinen Pau-

se nahm uns Bir-

git mit auf eine

Reise in die Ver-

gangenheit der

Lüneburger Hei-

de, speziell dieser

Umgebung. Es

war hochinteressant, habe festgestellt, ich weiß viel zu wenig. Ein Kollege

von Birgit erzählte und erklärte uns das Verhalten der Bienen und Amei-

sen.

Es war rundum ein gelungener, einfach ein toller Tag, der jedem einzelnen gefallen

hat und untereinander auch noch mehr Vertrautheit schaffte.

Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug.

Erika Thamm

Mai / Juni / Juli 2017

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Bekannte!

„aber  Ihr  werdet  Kraft  empfangen,  wenn  der
Heilige  Geist  auf  Euch  gekommen  ist  und  Ihr
werdet meine Zeugen sein, (…)
  Apg.1,8a

Sehr oft wird in kirchlichen Kreisen die Person des Heiligen Geist durch
eine Taube dargestellt. Auch auf diesem Gemeindebrief sieht man künst-
lerisch verarbeitet ein schönes Exemplar dieses Vogels. Das Symbol „Tau-
be“  ist  durchaus  biblisch  und  wird  von  den  Evangeliumsberichten  der
Taufe Jesu abgeleitet. Nach der Taufe kam der Heilige Geist in Form einer
Taube auf Jesus herab.

Doch  dieses  Symbol  ist  für  die  Wirkungsweise  des  Heiligen  Geistes  zu
Pfingsten äußerst unpassend. Lest doch mal selbst:  Plötzlich geschah ein
großes Brausen vom Himmel und erfüllte das ganze Haus; es erschienen
zerteilte Zungen wie von Feuer und diese setzten sich auf alle im Haus
anwesenden Menschen. Der Heilige Geist erfüllte sie alle und sie fingen
durch den Geist an, in anderen Sprachen zu sprechen. In diesem Bericht ist
von der sanften Landung einer Taube nicht im Entferntesten die Rede!
Hier kommt uns jetzt unser Bibelvers zur Hilfe: Jesus kündigt den Emp-
fang von Kraft (gr.: dunamis) an, Kraft durch das „Auf-Euch-Kommen“
des Heiligen Geistes – wie das geschieht, erfahren wir dann wenig später
im Text. Als Symbole dienen hier Feuer (ohne Zerstörungskraft) und Wind
(mit  gewaltigem  Brausen).  Wollte  man  das  Geschehen  zum  Pfingstfest
künstlerisch  symbolisch  darstellen,  bliebe  eigentlich  nur  ein  loderndes
Lagerfeuer, das durch einen starken Wind aufgepeitscht wild und unge-
bändigt brennt.

Das sind also die Symbole der Kraft, die auf die Jünger und damit auch auf
uns kommen soll! Wozu eigentlich?! Der Empfang dieser Kraft muss Gott
sehr wichtig sein, da Jesus die Jünger auffordert, zu warten bis sie diese
empfangen haben.

Menschen können Gottes Reich nicht durch ihre Kraft bauen oder voran-
bringen. Das Wirken Gottes durch den Heiligen Geist ist nicht „machbar“.
Nur wenn wir uns von Ihm mit Seiner Kraft beschenken lassen, werden
wir  über  die    Mauern  unserer  menschlichen  Begrenzungen  springen.
Wenn das geschieht, können wir nur staunen, was Unser Vater alles mög-
lich machen kann. Dann „wandeln wir im Geist“. Dann werden wir Seine
Wunder sehen. Dann loben wir unseren Vater, weil wir wissen, wir hätten
das alles nicht selber machen können.

… und was die Zukunft unserer Gemeinde angeht … Jesus hat verspro-
chen, Seine Gemeinde zu bauen. Willst Du das miterleben, lass Dich von
Ihm mit der Kraft des Heiligen Geistes beschenken.

Eine gesegnete Zeit wünscht Euch

Euer Pastor Thomas Ruchelka

Noch zwei exegetische Hinweise:

a.) Anders als gern landläufig in unseren Kreisen angenommen, ist die Ver-
bindung zwischen „Kraft“ und „Zeugnis sein“ oder „Zeugnis geben“ im
griechischen Text nicht  kausal, d.h. der Text gibt nicht her, dass die Kraft
über uns kommen soll, damit wir Zeugnis ablegen können. Es handelt sich
einfach um ein „erzählerisches und“, d.h. hier ist es eine Verbindung zwi-
schen zwei Elementen einer Aufzählung.

b.) Das „aber“ vom Versanfang ist ein starkes „aber“, das auch gern mit
„sondern“ wiedergegeben werden kann. Es zeigt den Kontrast zum vorher
Gesagten auf, d.h. hier, es steht Jüngern nicht zu, Gottes Zeiten (gr.: chro-
nos) und Zeitpunkte (gr.: kairos) Seines souveränen Handelns zu wissen,
ABER Kraft durch den Heiligen Geist wird über die Jünger kommen und
sie werden Jesus, seinen Tod und seine Auferstehung vor Ort und bis an
die Enden der Erde bezeugen.

Frauen-Frühstück am 11. März 2017


Referentin: Elfie Zimmermann, Rosengarten
Gemeinde:  Friedenskirche  in  Buchholz/Nordheide

Herauszuheben  ist  besonders,  dass  ein  Autohaus
umgebaut  wurde  zur  Gemeinde,  welche  durch
Events  wie  Frauenfrückstück,  Indoorspielplatz  &
Cafe u. andere Aktivitäten viel Wachstum hervor-
brachte.

THEMA: Der Gott, der dich sieht

Nach dem leckeren Frühstück ging es bei dem Thema in erster Linie um
Abraham und Sara. Sara bekam keine Kinder. Später überließ Sara dem
Abraham ihre Magd Hagar für einen Erben, der Ismael hieß.

Hagar überhob sich aus Stolz über ihren Sohn über Ihre Herrin Sara.

Hagar  lief  weg    und  der  Engel  des  Herrn  kannte  ihren  Namen  und
wusste um ihre Probleme.

Z.B. war da eine Überheblichkeit des Charakters, der durch die Situati-
on geschult werden sollte.

Hagar  wollte  sich  nicht  unterordnen.  Menschliche  Lösungen  bringen
immer Probleme mit sich. Weglaufen ist keine Lösung.

Nach dem Vortrag gab es eine Frage- und Diskussionsrunde, was die Frau-
en sehr inspiriert hat für ihr Weiterkommen im Reich Gottes.

Alle Frauen waren des Lobes voll über den gelungenen Vormittag.

Traute Bries

Die Bibel – ein Schatz

Gefunden im WYCLIFF – Magazin (01/2017):

Das hunderste Mal fand ich
die Bibel schöner als das
erste Mal.
 
Charles H. SPURGEON

Die Bibel ist mein
edelster Schatz, ohne
den ich elend wäre.
 
Immanuel KANT

Die Bibel ähnelt dem
nächtlichen Himmel: Je
mehr man hinaufschaut,
desto mehr entdeckt man.
 
Dimitrij Mereschkowski,
russischer Schriftsteller


Die Bibel ist ein Kräutlein, je
mehr due es reibst, desto mehr
duftet es.
 
Martin LUTHER


Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf alle unsere
Fragen ist und dass wir nur anhaltend und demütig zu fragen
brauchen, um eine Antwort zu bekommen.
 
Dietrich BONHOEFFER

Gemeindeforum vom 25. 2. 2017

Ich will dazugehören – aber wie?!

Unser Pastor hatte mal wieder zum Dialog eingeladen. Abgedruckt wird
hier der Gesprächsfaden, um dieses wichtige Thema weiterhin im Fokus
zu halten, denn ohne Gemeinde-Identität ist Gemeindezugehörigkeit nicht
mehr als eine äußere Form. Bibelgemäßes Christenleben sieht anders aus.
                     
(tr)

Zitat:
„Es  wird  allgemein  gesagt,  dass  Einsamkeit  das  Schlimmste  für  einen
Menschen ist. Ich aber sage, schlimmer ist es, mit Menschen zusammen zu
sein, die Dich einsam fühlen lassen.“ Robin Williams, Schauspieler.

Szenario:Jeder will dazugehören, jeder will etwas erreichen, für etwas bekannt sein!

Bedenke:
Vater  UNSER,  sendet  seinen  SOHN  (Familie)  in  diese  Welt  (das  größte
Waisenhaus! – kein Vater, keine Mutter und jede Menge Regeln).

Johannes 4: Jesu Annahme vs. Ablehnung (die Frau am Jakobsbrunnen).
Die Rolle der Jünger

2. Sam 23,8: Das sind die Helden, die zu David gehören:

Merke:
Im Reich Gottes gibt es weder einsame Wölfe noch „lonely rider“

Dazu gehören heißt:
- ich habe einen Namen, ich habe eine Identität
- man kennt mich, ich gehöre zu einer festen Gruppe (Familie,
Gemeinde)
- hier fühl ich mich gut aufgehoben, es bedeutet etwas, dass ich zu
einer Gruppe gehöre
- ich habe einen festen Platz
- ich trage Verantwortung, ich nehme eine Aufgabe/Rolle an
- ich habe die gleichen Werte (Überzeugungen) wie die anderen
Menschen in meiner Gemeinde/Gruppe/Familie
- ich habe die gleiche Vorstellung von der gemeinsamen Zukunft
(Vision) wie die anderen.

Es ist meine Familie, meine Gruppe, meine Familie,  meine Stadt und mein
Deutschland.  Es  ist  mir  nicht  egal  was  hier  geschieht,  ich  nehme  wahr,
bringe mich ein und nehme schließlich teil.

Geh nicht nur zur Gemeinde, werde Gemeinde!

Die Kosten überschlagen:
- Treue (nicht gleich Anpassung)
- Opfer
- Ehrlichkeit
- Vertrauen
- Authentizität
- Durchhaltevermögen

Dein  Beitrag:  Sei  Du  selbst  …  lebendige  Steine  nicht  lebendige  Ziegel
(1Petr. 2,5)

(tr)

Februar / März / April 2017

Der Herr ist auferstanden!

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Bekannte!
Der Gedanke an die Auferstehung unseres Herrn Jesu Christ passt einfach sehr gut in die Frühlingszeit: der Winter hat sich langsam verabschiedet, die Tage werden wieder länger, die Sonne gewinnt an Kraft und die Natur hat schon angefangen, mit neuen Knospen und intensiven Düften ihr Wiedererwachen zu demonstrieren. Alles in der Natur um uns herum strebt zum Licht und will das Leben feiern, auch wenn alter kalter Schnee uns noch davon abhalten will (Titelbild).
Die Demonstration der Natur ist nur ein schwaches Bild für das, was an dem Auferstehungsmorgen passierte: Jesus besiegte den Tod und stand auf, um diesen Sieg zu demonstrieren. Gott der Vater hat ihn durch die Kraft des Heiligen Geistes von den Toten auferweckt. Kein Problem, keine Not und keine Situation ist zu schrecklich, um Jesus aufzuhalten!

„Der Herr ist auferstanden“ hallt es durch die damalige Welt. Selbst die Jünger können am Anfang mit diesem Freudenruf wenig anfangen, bedrü- ckend waren die Ereignisse der letzten Tage vor der Auferstehung gewesen: Die Gefangennahme, Folterung und der Kreuzestod, danach die Beerdigung in dem Grab eines reichen Mannes. Die Seele befindet sich noch in der Schmerzensdumpfheit, es fällt schwer sich neu zum Glauben aufzuraffen … Angst um das eigene Leben beherrscht den Alltag … doch dann steht der Auferstandene plötzlich im Raum und redet mit den Jüngern und sie fangen langsam und vorsichtig an, das Unmögliche zu glauben und zu denken: Er ist wirklich auferstanden, er hat das gemacht, was er uns versprochen hat … Gott ist nichts unmöglich!

Der Osterruf „Der Herr ist auferstanden“ kann nicht theoretisch erfasst und für gut geheißen werden. Nein, denn diese Haltung verpasst die Dynamik des Glaubens für den Alltag.

 „Der Herr ist auferstanden“ will geglaubt werden, denn an keiner Stelle der biblischen Botschaft menschliche Realität und Gottes Handeln mehr auseinander klaffen als hier.

„Der Herr ist auferstanden“ polarisiert bis heute: Entweder ist das biblische Zeugnis von der Auferstehung wahr oder nicht. Wenn es wahr ist, kann ich meinen Alltag „vom Kreuz und von der Auferstehung her leben. Ich fange an zu glauben, dass meinem Gott nichts unmöglich ist.

Ich wünsche Ihnen und Dir ein gesegnetes Auferstehungsfest!

Euer Pastor Thomas Ruchelka

Hamburg betet – die Allianzgebetswoche 2017

Pastor Stefan Kraft, der jetzige Leiter von „Gemeinsam für Harburg“ brachte es für die Anwesenden auf den Punkt: „Für mich ist es die beste Allianzgebetswoche seid ungefähr 28 Jahren.“ Aber, was war denn das so besondere? Nun als erstes sei zu nennen, dass die Beteiligung der einzelnen Gemeinden und Kirchen an den Gebetstreffen sehr stark gestiegen war. Dann läutete die Allianzgebetswoche thematisch das 500. Jahr der Reformation ein, in dem an jedem Tag der Gebetswoche ein Ruf der Reformation Schwerpunkt war. Des weiteren wurde an jedem Abend das sogenannte „Harburger Bekenntnis“ verlesen, in dem einzelne Personen sich zu einer Kultur der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung untereinander bekannten. Dann war es Hans Friedrich Hinze, dem Organisator der Gebetwoche, gelungen, für Montagabend eine Gebetsveranstaltung im großen Sitzungssaal des Harburger Rathauses anzuberaumen. Meines Wissens nach war es das erste Mal, dass in diesem Saal für die Belange unserer Stadt Harburg in der Form gebetet wurde. Und zuletzt sei zu erwähnen, dass die einzelnen Abende zwar verschieden gestaltet, doch mit großer Herzlichkeit füreinander und der Freude an dem gemeinsamen Gebet geprägt waren. (tr)

„Harburger Bekenntnis“

Wir verstehen uns in Harburg als eine Gemeinde Jesu, die sich an verschiedenen Orten trifft.

 Wir suchen uns nicht nur um gemeinsamer Planungen willen, sondern um unserer Herzen willen. Wir nehmen einander ganz an. Wo möglich, fördern und schützen wir einander, treten füreinander ein und geben uns einander hin.

Wir akzeptieren nicht die Herrschaft alter Irritationen oder gar Verletzungen, die zwischen Gemeinden mal geschehen sind. Wir sind entschlossene Versöhner.

Wir bauen eine Gemeinschaft von Gemeinden, die für ihre außerordentlich herzliche Liebe bekannt ist.

Wir halten es für einen Segen, dass es die anderen Geschwister gibt, und wir teilen die eine Sehnsucht, dass es „allen Gliedern des Leibes“ gut geht.

Im Umgang miteinander nehmen wir als reife Christen stets zunächst das Gute an. Wir sind miteinander barmherzig und nachsichtig. Wo nötig sind wir immer bereit zur Vergebung. In ehrlicher Liebe und Fürsorge achten wir aufeinander und suchen – wo immer nötig – das persönliche Gespräch.

Wir sehnen uns danach, dass sich das Reich Gottes überall mächtig und in seiner neutestamentlichen Schönheit zeigt, sodass bestimmte Frömmigkeiten oder unterschiedliche Erkenntnisse ihre trennende Wirkung verlieren.

Wir wissen, dass so zu leben leicht im Getriebe der je eigenen Arbeit untergehen kann. Wir wissen, dass aus unterschiedlichen Gründen angefochten sein kann, diese Hingabe durchzuhalten. Aber wir erklären, uns entschlossen allen Einladungen zur Mittelmäßigkeit zu widersetzen und in der Kraft des Heiligen Geistes für diese Sache des Herzens Gottes einzutreten.

Winter in Albanien

Wer meint, Albanien läge so weit südlich von uns, dass der Winter harmlos sei, der irrt. Allerdings, in diesem Winter 2016/17 trifft es Albanien besonders hart wie die gesamte Balkanregion.

Und auch im Land gibt es noch immer Unterschiede: Tirana liegt fast auf Null Meter Höhe, Pogradec auf etwa 800m. Die Berge im Grenzgebiet zu Mazedonien, östlich von Progradec, werden rund 2000m hoch.

Noch sind die Dörfer östlich von Pogradec „verschlafen“, die Menschen dort leben von Landwirtschaft und der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Für die Albaner der Städte allerdings würden sie eine wunderbare Erholungsregion bilden, da die Luft sauber und klar ist im Gegensatz zum Dauer-Smog in den Städten, der v.a. von den vielen Kohle- bzw. mit Holz beheizten Öfen verursacht wird.

Sokol Shkullaku, Leiter der Versammlung in Stropcka im Zentrum, hat uns viele Bilder geschickt, von denen hier nur wenige abgebildet werden können.

Die Hauptstraße neben dem Zentrum in Stropcka
Blick auf die Berge Mazedoniens

Betet bitte für die Menschen, besonders in den Dörfern, für : genügend Heizmaterial, Bewahrung auf allen Fahrten auf vereisten Straßen und Bewahrung der Häuser, die so wenig oder nicht isoliert sind.
Irmgard Bierwisch

September / Oktober 2016

Herbstzeit – Nach-Denk Zeit

Liebe Geschwister, liebe Bekannte und Freunde!


Seit nun schon geraumer Zeit sehen sich einige Gemeindemitglieder
besonders auch während unserer Gottesdienste einer Flut von Ablen-
kungsgedanken gegenüber gestellt. Das mag früher auch schon mal der
Fall gewesen sein, aber die Menge der Vorkommnisse ist bezeichnend. Die
Zahl der Gedankenangebote, während eines Gottesdienstes sich ablenken
zu lassen, ist enorm gestiegen.


Da ist zunächst einmal der erste Eindruck – wie viele Gottesdienstbesu-
cher heute wohl kommen werden, dann an zweiter Stelle, fast wie von
selbst, ob heute wohl jemand Fremdes im Gottesdienst sitzt. Unwillkürlich
wandern die Blicke analog der eigenen Gedanken an Barbaras Büchertisch
vorbei nach vorne zur Bühne, auf der gerade noch das Lobpreisteam in
gewohnter Weise sich warm spielt. Von „ob heute wohl wieder ein Engli-
sches Lobpreislied auf der Liste steht?“ zu: „wer hat wohl heute Gottes-
dienstleitung?“ hinzu „ob es wohl heute mal möglich ist, einmal recht
pünktlich den Gottesdienst zu beginnen?“


Die Liste lässt sich exemplarisch beliebig weiterführen, von der Perfor-
mance des Gottesdienstleiters, die Auswahl der Lieder, die Art und Weise
der Abendmahl Austeilung bis hin zu einer Punktevergabe über die Län-
ge der Predigt.


Alle diese Gedanken sind verständlich, haben aber überhaupt gar nichts
mit dem Inhalt eines Gottesdienstes zu tun... und lenken vom wesent -
lichen ab. Da aber im Moment noch aufgrund unserer Gemeindestruktur
der Sonntagmorgengottesdienst eine tragende Bedeutung für die Entwick-
lung der Gemeinde hat, ist es kein Wunder, dass gerade dieses Element
unserer Gemeindearbeit so mit Ablenkungsgedanken bombardiert wird.
Hier gilt es, das Bewusstsein für meine Gedankenwelt zu schärfen und
mich dadurch zu positionieren. Hier können wir nach 2Kor 3:10 erfahren,
dass „Große Siege nach großen Kämpfen“ errungen werden... und hier
erleben wir vermehrt, wie in der Atmosphäre der Klarheit und des Frie-
dens unseres Gottes spürbare Gegenwart uns persönlich berührt und uns
alle gemeinsam als Seine Gemeinde zur Braut Christi formt.
Das ist der Weg, den wir mit Gottes Hilfe gehen wollen!


Ich wünsche Euch eine schöne Herbstzeit und viel Zeit zur Besinnung.


Euer Pastor Thomas Ruchelka

Juni / Juli / August 2016

„Mut ist Angst, die gebetet hat“ (Corrie Ten Boom)

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Bekannte!

Trotz der bald beginnenden Urlaubszeit, in der man zu Recht sich mit
seichteren Themen zwecks Erholung befasst, kreisen meine Gedanken
immer wieder um das Thema Angst. Mich bewegt dabei etwas ganz
Bestimmtes, eine ganz bestimmte Art von Angst: die Angst vor Unbekann-
tem oder man könnte auch sagen, die Angst vor Veränderung. Diese Art
ist absolut hinderlich, wenn es darum geht, für sich das anzugehen oder
das auszuprobieren, was Gott (vielleicht sogar einem Menschen nur ganz
persönlich) offenbart hat.

Auf der anderen Seite brauchen wir in mancher Lebensphase viel Ermuti-
gung, um in unser persönliches „Gelobte Land“ einzutreten und die Rie-
sen zu besiegen. Es ist so erstaunlich, dass das Volk Israel, zum ersten Mal
an der Schwelle zum verheißenen Land stehend, nicht hinein geht, obwohl
Gott es dazu beauftragt hatte und wenigstens zwei Botschafter die Quali-
tät des Landes bestätigten. Aber die Angst vor den Riesen und die Angst
vor dem Unbekanntem gepaart mit Entmutigung ließ das Volk erschre-
cken. Daraufhin führte Gott es in die Wüste zurück.

Sie waren so nah daran am verheißenen Land und trotzdem ... sie gingen
nicht hinein. Angst und fehlendes Vertrauen in Gottes Absichten hielten
sie davon ab. Mir scheint es so, dass viele Christen heutzutage es sich aus
dem selben Grunde jenseits des Jordans schön gemütlich gemacht haben.
Sie sind nicht bereit, sich Ihrer Angst zu stellen und ins verheißene Land
hinein zu gehen. Sie leben irgendwie in der Nähe des verheißenen Landes
und blicken an manchem heißen Sommertag auch mal über den Jordan,
um sich zu vergewissern, dass es noch da ist. Sie sind nahe, und doch so
fern.

Doch so sollte es nicht sein: Gott will, dass sein Volk in dem verheißenen
Land wohnt, seinen Segen empfängt und sich mittendrin befindet!
Eine ganze Generation später erhielt Josua den Auftrag, das Volk Gottes
ins verheißene Land zu führen. Mehrmals spricht Gott ihm Mut zu. Das
Volk soll in das Land hinein gehen, darin wohnen, es bewirtschaften und
erleben, wie Gott selbst die Feinde besiegen wird. Ein neues Denken muss
sich Raum verschaffen, das Volk Israel solle wirklich erleben, dass selbst
die Riesen im Lande vor Gott nicht standhalten können.

Eine gesegnete Urlaubszeit wünscht Euch

Euer Pastor Thomas Ruchelka

Das vierte und das fünfte Gemeindeforum – Christ und Geld

„Über Geld spricht man nicht“ – so sagt der Volksmund. Wie anders aber
der Befund in Gottes Wort! Genau 2350 Verse im AT und NT haben Finan-
zen und den Umgang mit Geld zum Inhalt. Gott spricht sehr oft über Geld
und Besitz und unser Pastor wollte das dann auch.
Am 12. März und am 18. Mai hatte unser Pastor zum Gemeindeforum ein-
geladen, um das Thema „Christ und Geld“ im Austausch mit seinen unter-
schiedlichen Facetten mit uns zu erarbeiten. Im Durchschnitt etwa 12
Geschwister versammelten sich pro Forum in erwartungsfroher Atmo-
sphäre und begannen nach kurzem Gebet mit dem Austausch.
Das erste Forum sollte ein paar Grundlagen schaffen und definieren, dass
Geld sehr viel auch mit der Haltung unseres Herzens zu tun hat. Das Herz
des Menschen ist unfähig, zwei Herren zu dienen. Es muss deshalb über
kurz oder lang eine Entscheidung treffen, wem es dienen will: Gott oder
Mammon.
Im zweiten Forum stand das Thema „Geben“ im Mittelpunkt. Anhand von
den Gemeinden Jerusalem und auch Korinth erfuhren wir, dass „Geben“
immer auch ein Geben aus der Gemeinschaft heraus ist; es ist der Aus-
druck des Vorrechts als Kind Gottes anderen Kindern Gottes in Not u.ä. zu
helfen. Wir geben unsere Gaben zu Gott hin und danken Ihm für das Vor-
recht, Mithelfen zu dürfen und an anderer Stelle des Reiches Gottes steigt
dadurch Dank zu Gott auf.
Es ist ein großes Vorrecht, ein Glied am Leib des Herrn zu sein!
Unser nächstes Gemeindeforum findet an einem Samstag im nächsten
Herbst statt (bitte Ansagen im Gottesdienst beachten). Jeder kann daran
teilnehmen.

Bibeln für die Bunong

Am Sonntag, den 29. Mai 2016, feierten wir zusammen mit den Bunong
sowie Diethelm & Mimi Kanjahn und ihren Mitarbeitern die Übergabe des
Neuen Testaments, gedruckt in der Bunong-Sprache. Diethelm, Cousin von
Anne-Maria, ist mit seiner Frau Mimi seit 1998 in Kambodscha, ausgesandt
von „WYCLIFF“, einer Missionsgesellschaft, die extra Menschen zu indige-
nen Völkern sendet, damit diese mit dem Evangelium erreicht werden.
Dazu muss zunächst ein Alphabet der Sprache dieses Volkes entwickelt
werden.

Da wir gewöhnt sind, mehrere Bibeln zu
besitzen, ist dieser Umstand uns
unbekannt. Pastor Tom machte zunächst
auf die Bedeutung des Wortes aufmerk-
sam anhand von Versen aus Ps.119.
Dem Psalmisten ist Gottes Wort wie eine
kostbare Beute (V.162). Danach haben
Marion und Michael in einem Anspiel
gezeigt, dass man hilflos ist, wenn man
die Bibel nicht in seiner Sprache besitzt:
Michael las Ps.23 sowohl in Italienisch

wie in seiner Muttersprache TWI –
beides konnte Marion nicht verste-
hen und sehnte sich nach einer
Bibel in deutscher Sprache – die
sich plötzlich auch fand. JETZT
konnte sie verstehen und von
diesem wunderbaren Gott die
Zusagen aus Ps.23 aufnehmen.

Anne-Maria erzählte einige Erlebnisse mit
ihrem Cousin Diethelm, u.a., dass er schon
früh gemerkt hatte, dass man ihr Fernsehfilme
„übersetzen“ musste, weil sie nur hören, aber
nicht sehen konnte. Später haben sie gemein-
sam Hebräisch gelernt; danach habe Diethelm
sogar auch Chinesisch gelernt.
1998 begannen Diethelm & Mimi ihren Dienst
in Kambodscha und lernten die Staatsprache,
Khmer. Nach ihrem Umzug nach Mondulkiri,
der Region, in der die Bunong leben, lernten
sie endlich deren Sprache.

2003 konnten sie vom Ministerium für
Erziehung das Bunong-Alphabet öffentlich
einführen. 2006 begann die Arbeit der
Bibelübersetzung.
10 Jahre später ist das gesamte Neue Testa-
ment fertig, dazu außerdem ein Liederbuch,
zum Teil mit Liedern, die die Bunong selbst
gedichtet haben und auf traditionellen
Instrumenten spielen.
Die Technik machte es möglich, dass wir
Bilder und Video-Aufnahmen von der Feier,
die wenige Stunden vorher stattgefunden
hatte, erhielten.

Wie ehrwürdig, andächtig und voller Freude waren die Bunong-Gemein-
demitglieder. Es war eine große Feier mit ca. 1000 Personen, Gästen von
drei Kontinenten.
Nachdem der Bezirksleiter der Gemeinden das Neue Testament gesegnet
hatte, erhielten die Pastoren der 23 etablierten Gemeinden jeder eines dieser
kostbaren Exemplare.

Wieder ist ein Volksstamm mehr erreicht worden – wieder sind wir einen
Schritt der Wiederkunft unseres Herrn näher gekommen. Gott möchte, dass
Menschen aus allen Volksstämmen Sein Wort hören und errettet werden.

Irmgard Bierwisch

Dezember 2015 / Januar / Februar 2016

Winterzeit

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Bekannte!


Die Adventszeit hat schon begonnen und Weihnachten steht bald vor der
Tür. So wie jedes Jahr, denke ich. Aber auch dieses Mal bitte ich Gott um
einen frischen Blick auf das Wunder von Weihnachten in Mitten der übli-
chen Verpflichtungen und der scheinbar nie endenden Geschenkeflut.


Mir fällt auf, dass das Kommen des Sohnes Gottes in unsere Welt im Ver-
borgenen geschah. Es war so unspektakulär, dass die damalige Öffentlich-
keit es kaum bemerkte! Nur Menschen, die eine Offenbarung von Gott
erhielten, waren in der Lage über das Sichtbare hinaus zu erfassen, was in
Bethlehem passierte. Der Evangelist Johannes beschreibt das so:


„Das Wort wurde Fleisch und wohnte (zeltete) unter uns, und wir haben
seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen
vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Johannes 1,14).


Gott in seiner Herrlichkeit zu sehen, war im jüdischen Denken unmöglich,
jeder der diese Herrlichkeit gesehen hätte, wäre unter dem Gewicht dersel-
ben tot zusammengebrochen! Aus dem Heiligen Schriften wissen wir, dass
selbst Mose, der Freund Gottes, die Herrlichkeit Gottes nicht anschauen
durfte! Stattdessen befahl Gott ihm, sich in einer Felsspalte zu verbergen
und so lange zu warten, bis er an Mose vorüber gegangen war. Mose durf-
te dann „das was Gott hinter sich herzog“ anschauen. Die Wirkung dieser
Begegnung aus der Ferne war trotzdem beachtlich: Moses Gesicht strahlte
übernatürlich noch viele Tage nach diesem Ereignis.


Doch durch Jesus wurde alles anders. Durch sein Kommen in diese Welt
als kleines Kind und als Erlöser hat Jesus auch Gottes Herrlichkeit für uns
Menschen zugänglich gemacht: Auf Jesus ruhte während seines Aufenthal-
tes auf der Erde Gottes Herrlichkeit in der Form, dass sie den Betrachter
nicht erdrückte, sondern mit Gnade und Wahrheit konfrontierte. Diese
Herrlichkeit anzuschauen war zu jeder Zeit möglich. Wer diese Herrlich-
keit wahrnahm, wurde nicht erdrückt, sondern durch Gnade und Wahr-
heit zum Leben gebracht.


Wie sehr wünsche ich mir, dass Gottes Herrlichkeit in unseren Gottes-
diensten immer mehr zunimmt und somit auch von vielen wahrgenom-
men werden kann. Nur dann geschieht wahre Anbetung (Johannes 4,24)
und wahre Veränderung (2.Kor 3,18). Und ich wünsche mir, dass Gott sei-
ne Herrlichkeit nicht nur in unserer Gemeinde sichtbar macht, sondern
auch in unserer Stadt. Die Grundlage dafür wurde Weihnachten gelegt!


Eine besinnliche Adventzeit und eine gesegnete
Weihnacht wünscht Euch
Euer Pastor Thomas Ruchelka

Das dritte Gemeindeforum – Samstag, 21. November 2015, um 11-13 Uhr.

Unser Pastor hatte am 21. November zum Gemeindeforum eingeladen, um
dieses Mal das Thema „Christliche Gemeinschaft“ im Austausch mit uns
zu erarbeiten. Etwa 12 Geschwister versammelten sich wieder in erwar-
tungsfroher Atmosphäre und begannen nach kurzer Andacht über
1.Johannes 1,6-7 (Jesus ermöglicht Gemeinschaft) mit dem Austausch.


Im ersten Teil erfuhren wir, dass unser Gott nicht um seiner Selbst willen
zur Gemeinschaft mit ihm einlädt, sondern um uns Menschen willen. Der
dreieine Gott lebt Gemeinschaft in vollkommener Form. Diese Art der
Gemeinschaft bedarf keinerlei Ergänzung durch uns Menschen! Unser
Gott aber will uns mit hinein nehmen in das, was er vollkommen lebt. Der
Mensch soll so bevorrechtet in der Gemeinschaft mit Gott Freude empfan-
gen und Liebe erleben.


Schnell wurde klar, dass christliche Gemeinschaft, also die Gemeinschaft
von Christen untereinander, immer auch eine übernatürliche Komponente
hat. Bei der Definition von Gemeinschaft half uns unser Andachtsvers:
Jesus ist das Vorbild und das Zentrum christlicher Gemeinschaft. Sein
Licht deckt auf. Die Gemeinschaft mit ihm lässt uns durch sein Licht erken-
nen, dass wir immer wieder die Vergebung durch sein Blut brauchen, um
uns frei in einer christlichen Gemeinschaft bewegen zu können.


Diese Art der Freiheit voreinander ist ein Geschenk von Gott und eine
Voraussetzung für die Art der Einheit, die Gott wohlgefällig ist. Sie ist auch
ein Garant für die Erhörung unserer Gebete.

Diese übernatürliche Offenheit zueinander als beschenkte Günstlinge Got-
tes braucht einen Übungsrahmen. Sie braucht auch einen Schutzraum, in
dem sie als zartes Pflänzchen wachsen und stark werden kann. Unser Pas-
tor behauptet, dass von Gott her Gemeinde eben genau diese Funktion des
Schutzraumes erfüllt. In Gemeinde entdecken wir, was dieses großartige
Geschenk christlicher Gemeinschaft beinhaltet: Gottes Gegenwart genie-
ßen, gemeinsam eins werden, beten, um erhört zu werden, einander
annehmen, richtig mit Zorn umgehen und eine gesunde Art der Selbstver-
leugnung lernen. Aus dieser Atmosphäre erwachsen dann die Dienste, die
die Gemeinde auferbaut und vorwärts bringt.


Nach der Pause tauschten wir uns über das Thema Druck in christlicher
Gemeinschaft aus. Im Ergebnis verlangt religiöses Denken immer eine
Leistung. Die Folge davon ist oft eine Mechanisierung von Beziehungen
gepaart mit einem ständig steigenden Druck zur Teilnahme an Gemein-
schaft. Dieser Druck jedoch zerstört die frischen Ansätze zur Gemeinschaft
im Lichte Jesu.


Zum Schluss wurde klar, dass christliche Gemeinschaft immer Gott
gewirkt ist, da nur so die übernatürliche Dimension erlebt werden kann.
Unser nächstes Gemeindeforum findet an einem Samstag im nächsten
Frühjahr statt (bitte Ansagen im Gottesdienst beachten). Jeder kann daran
teilnehmen.


Thomas Ruchelka

Rückblick gemeinsames Mittagessen

„Sie trafen sich hin und her in den Häusern“ –

so berichtet es die Apostelgeschichte von den ersten Christen in Jerusalem.

Dies geschieht auch immer wieder in unserer Gemeinde. Einige Male im
Jahr verlängern wir die gemeinsame Zeit am Sonntag über den Gottes-

dienst hinaus. Jeder bereitet
etwas vor, sodass ein vielfäl -
tiges Buffet entsteht. Alle sind
eingeladen. Wir essen gemein-
sam Mittag und verbringen
Zeit miteinander. Wertvolle
Zeit, die uns gut tut, uns
einander näher bringt und für-
einander öffnet. Das können
wir immer wieder erfahren.
Neugierig geworden? – Den
Termin für das nächste Mittag-
essen, sowie alle anderen Ter-
mine findet ihr im Gemeinde-
brief.

Die Hausapotheke Gottes nach Jakobus 5:13-16 (Elberfelder), Teil III

- Leidet jemand unter Euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe
Psalmen. Ist jemand krank unter Euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde
zu sich, und sie mögen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des
Herrn.


- Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr
wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm verge-
ben werden.


- Bekennt nun einander die Vergehungen und betet für einander, damit
ihr geheilt werdet; viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wir-
kung.


Wiederholung:


Auch dieser Text am Ende des Jakobusbriefes trägt die typischen stilisti-
schen Merkmale dieses Briefes. Besonders auffällig ist hier eine gewisse
„Holperigkeit“ im Gedankenverlauf. Ebenso sind die Formulierungen
nicht flüssig, es gibt kaum Übergange zwischen den Gedanken. Wie ein-
zelne Perlen, die auf einer Perlenkette aufgezogen sind, ergeben die vielen
Anregungen als Gesamtes ein schönes Bild; die einzelnen Perlen jedoch
passen nur bedingt zueinander.


Ich habe den vorliegenden Text in drei (Sinn-)Abschnitte eingeteilt, und
dabei bedacht, dass das hier öfter vorkommende „und“ nur das schwache,
erzählerische kai (gr.) ist. Der erste Teil besteht aus drei kurzen Fragen und
drei entsprechenden Antworten. Im zweiten Teil steht das Gebet des Glau-
bens im Vordergrund, im dritten geht es viel mehr um die Verbindung von
Sündenbekenntnis und die Erhörlichkeit von Heilungsgebeten.


Teil III


Beim Lesen dieses Textabschnittes fällt der „Ortswechsel“ ins Auge: Eben
noch befanden wir uns am Krankenbett eines Todkranken. In der Atmo-
sphäre des Hoffens und gleichzeitig des Abschiedsnehmens bestellt der
Todkranke sein Haus. Sündenbekenntnis und der Zuspruch von Verge-
bung bereiten sein Herz für die letzte Station seiner Reise vor. Dann scheint
es so, als ob Jakobus den Blick von dieser Situation abwendet und mit all-
gemeinen Instruktionen für Gläubige den Faden von Vers 13 wieder auf-
nimmt.


An dieser Stelle gibt die Elberfelder Übersetzung das klassische Wort für
Sünde harmatia (gr.) als „Verfehlung“ wieder. Das ist übersetzungstech-
nisch möglich, da der Bedeutungshorizont des griechischen Wortes harma-
tia häufig auch mit „das Ziel verfehlen“ oder „daneben treffen“ beschrie-
ben wird. Im Deutschen wirkt diese Wortwahl eher abschwächend, es ent-
steht der Eindruck, hier ginge es um „kleinere Sünden“. Der griechische
Text gibt diesen Eindruck aber gar nicht her.


Das griechische Wort für „heilen“ ist in diesem Vers das Wort iasthai (gr.).
Das ist eins der drei häufigsten Worte im Neuen Testament zusammen mit
therapeuein (gr.) und hygiainein (gr.). Es kann am einfachsten mit „Abwe-
senheit von Krankheit herbeiführen“ übersetzt werden.


Durch diese Aneinanderreihung der Ratschläge für Gebete in unterschied-
lichen Lebenslagen erzielt Jakobus m.E. eine Überlappung der unter-
schiedlichen Szenarien mit dem Schwerpunkt „Gebet und Heilung“. So
auch hier in Vers 16: Mag das Sündenbekenntnis in den letzten Stunden
eines Lebens verständlicherweise sinnvoll sein, eben als Vorbereitung auf
die Zeit nach dem Tod, so sollten Gläubige in anderen Lebenslagen mit
gleicher Inbrunst das gleiche tun, weil für Jakobus Sünde und Abwesen-
heit von Gesundheit einen inneren Zusammenhang haben. Wichtig ist
noch, dass hier sowohl das Sündenbekenntnis als auch das Heilungsgebet
im Kontext von Gemeinschaft stattfindet. Die Wirkung solcher Hand-
lungsweisen in den beschriebenen Lebenslagen ist nicht zu unterschätzen.
Gott erhört sogar das Gebet von auch nur einem Gerechten, wie viel mehr
wird er das Gebet von mehreren erhören!


Fazit Teil III


Hier in Vers 16 spricht Jakobus alle die Gläubigen an, die gerade an der
Abwesenheit von Gesundheit leiden und Heilung suchen. Für Jakobus flie-
ßen Sündenbekenntnis voreinander und Heilungsgebete füreinander
zusammen. Das Gott wohlgefällige Gebet bewirkt viel.

Zusammenfassung

Die Anwendung der sogenannten Hausapotheke Gottes für die Gemeinde
(Jakobus 5,13-16) ist aufgrund des Stils und der Wortwahl von Jakobus
nicht einengend zu verstehen. Das Spektrum der Übersetzungsmöglich-
keiten ist meist mehrdeutig, zumindest aber doppeldeutig. Der Gläubige
darf in allen Lebenslagen wissen, dass das Gebet eines Gerechten viel
bewirkt, und dass es keinen Grund gibt, nicht miteinander für Änderung,
Wiederherstellung oder Heilung zu beten. Wird den Betroffenen in den
gemeinsamen Gebeten bewusst, dass sich Sünde in ihrem Leben breit
gemacht hat, ist das Sündenbekenntnis vorrangig. Je nach Lebenslage ist
die Wiederherstellung der Beziehungen zu Gott und zu den anderen Gläu-
bigen wichtiger als die Abwesenheit von Gesundheit. Dennoch sollte die
Heilung auf dem Fuße des Bekenntnisses folgen.


Nach den obigen Untersuchungen lässt sich unsere Textpassage am Besten
in beschreibender Form so wiedergeben:


„Leidet jemand unter Euch (Schlechtes)? Er bete. Ist jemand guten Mutes?
Er singe Psalmen. Ist jemand (körperlich, seelisch oder geistlich) schwach
unter Euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen
über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet
des Glaubens wird den Todkranken erretten, und der Herr wird ihn aufer-
wecken. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.
Bekennt nun einander die Sünden und betet für einander, damit ihr geheilt
werdet; viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.“ (TR)

September / Oktober / November 2015

Herbstzeit - Erntezeit

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Bekannte!

Allen Eltern ist der Satz „es ist ja nur eine Phase“ sicherlich geläufig.
Besonders Eltern, deren Kinder sich in der Trotzphase befinden, hören die-
sen Satz öfter, da sich diese Phase besonders gern öffentlich präsentiert.
Der schreiende Dreijährige mit seiner Mama an der Kasse eines Super-
marktes lässt sich wegen eines Süßigkeitenverbots nicht mehr vor noch
zurück bewegen... und alle anderen schauen hin. Es scheint, als ob Eltern
viele Monate lang viele Male ihr Kind zu einem angemessenen Verhalten
auffordern müssen. Doch der Gehorsam der Kinder lässt in dieser Phase
zu wünschen übrig. Wie wohltuend ist es dann, von erfahrenen Eltern die
trostvollen Worte zu hören: „es ist ja nur eine Phase“.

In unseren Breitengraden hat das Jahr normalerweise vier Jahreszeiten.
Der Lebenszyklus eines Jahres gehört für uns zum Leben dazu. Wir wissen
aus Erfahrung, dass nach einem schönen Herbst ein harter Winter folgen
kann. Doch kein Mensch zeigt sich besorgt darüber, dass nach einem Win-
ter die Natur so beschädigt sein könnte, dass der Frühling ausfällt. Das
neue Leben des Frühlings lässt sich nicht aufhalten.

Gemeinden gehen auch durch verschiedene Phasen... und Gott weiß es,
aber wissen wir es auch? Da gibt es die Pionierphase, die Wachstumspha-
se oder die Konsolidierungsphase, um nur einige zu nennen. Uns als
Gemeinde ergeht es da nicht anders.

Es ist sehr nachvollziehbar, wenn Menschen in der Herbstzeit eine Ernte
einfahren wollen. Die Herbstzeit ist traditionell die Erntezeit, auch unser
Erntedankfest (am 04.10.2015) fällt dort hinein. Doch für eine gute Ernte
braucht es mehr als nur eine bestimmte Jahreszeit. Die Bibel ermahnt uns,
gute Saat zu nehmen und diese reichlich auszusäen. Der Acker, auf den die
Saat fällt, muss ein guter Acker sein, der auch gut bewässert werden kann.
Gott wird dann das Wachstum schenken und viel Frucht wird entstehen
(frei nach Markus 4,8).

... und in welcher Phase befinden wir uns denn nun als Gemeinde? Ich
meine, wir befinden uns gerade in einer speziellen Wachstumsphase:
Gutes Wort Gottes wird ausgesät und fällt auf guten Herzensboden. Dann
wird der Same unter die Erde gepflügt und die Transformation des Saat-
guts beginnt unter der Oberfläche. Auf der Ackerbodenoberfläche ist kei-
ne Veränderung zu erkennen, jedoch unter dieser, im Verborgenen, hat ein
hochintensiver Prozess begonnen: die Verwandlung eines trockenen Saat-
korns in ein zum Licht hin strebendes Gewächs. Dieses gewinnt auch an
Stärke, damit es später Frucht tragen kann. Obwohl dieses Wachstum im
Verborgenen geschieht, bildet es doch das Fundament für eine große sicht-
bare Ernte... und auf diese Ernte freue ich mich schon - zusammen mit
dem Propheten Jeremia (31,12-14).

Euer Pastor Thomas Ruchelka

Das zweite Gemeindeforum – Samstag, 4. Juli 2015 von 11-13 Uhr.

Unser Pastor hatte am 4. Juli zum Gemeindeforum eingeladen, um das
mehrfache Predigtthema „Denken vom Himmel her“ im Austausch mit
uns zu vertiefen. Ca. 10 Geschwister versammelten sich auch dieses Mal in
erwartungsfroher Atmosphäre und begannen nach kurzer Andacht über
1.Kor 2,1-16 („Habt Christi Sinn.“) mit dem Austausch.

Im ersten Teil lasen wir gemeinsam fünf Bibelstellen, die das große Spek-
trum des „Denkens vom Himmel her“ belegen: *1Kor 5,17 (neue Schöp-
fung beinhaltet auch neues Denken); *Römer 12,1-2 (Metamorphose unse-
res Denkens); *Kol 3,2ff („Sinnt auf das, was droben ist.“); *Markus 8,10-
21(Das vergessene Abendbrot – oder der Denkansatz entscheidet über den
Gedankengang), *2Kor 10,4 (Festungen zerstören, Vernünfteleien entlar-
ven und Gedanken unter den Gehorsam Christi bringen).

Schnell wurde klar, dass unser Verstand nicht neutral sein kann: Entweder
übt er das „Denken vom Himmel her“ und wird so erneuert und verwan-
delt, oder er rebelliert gegen Gottes Absichten und verhindert so seine
Transformation. Oder anders ausgedrückt: Welche 30 cm sind die wich-
tigsten für unser Leben? Der Volksmund behauptet, die wichtigsten 30 cm
bildet die Strecke vom Kopf ins Herz (von der Theorie zur Praxis). Zu
unserer Überraschung legte unser Pastor dar, dass diese Strecke der Bibel
nach aber umgekehrt, also vom („neuen“) Herzen in den Kopf (zu neuen
Gedanken) beschritten werden soll.

Nach der Pause tauschten wir uns über fünf beispielhafte Denkansätze für
das „Denken vom Himmel her“ aus:

- Im „Vater Unser“ beten wir „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf
Erden“. Diese Aussage weist auf die apostolische Natur des „Vater Unsers“
hin. Die Kultur des Himmels soll sich in unserer Realität manifestieren
dürfen und so unsere Kultur verwandeln.

- Gott ist gut ... wirklich! Diese Wahrheit gilt es zu erleben: „Schmecket
und sehet wie freundlich der Herr ist“ (Psalm 34,8).

- Eine Wahrheit, oft anders als unsere Gedanken und Gefühle sie uns ver-
mitteln wollen: Gott ist nicht sauer auf Dich!

- Gott ist wie ein liebender Vater, d.h. wir müssen nicht mehr als Waisen
durch das Leben stolpern.

- Gott Vater versorgt seine Kinder (Jaweh Yireh).

Zum Schluss wurde klar, dass das „Denken vom Himmel her“ nicht ein-
fach nur gute Gedanken von Gott bedeutet, sondern einen Denkansatz
meint, der immer Gottes Natur, seine Verheißungen und seine Souveräni-
tät mit einbezieht. Dieser Denkansatz bringt Gedankengänge hervor, die
durch Übung (Hebräer 5,14) zu Denkmustern werden. So ergibt es sich fast
natürlich, dass jeder Gedanke, der nicht Gottes Realität entspricht, entlarvt
und durch Glauben mit biblischen Aussagen verglichen wird. Dieses
„Kontrastprogramm“ im Denken eines Glaubenden ist der Beginn des
„Denkens vom Himmel her“.

Unser nächstes Gemeindeforum findet am Samstag, den 21. November
von 11.00-13.00 Uhr statt, jeder kann daran teilnehmen.


Thomas Ruchelka

Sommer-Gottesdienste 2015

„Anstelle zu beklagen, was wir jetzt gerade nicht haben, lass uns lieber
proaktiv eine andere Gottesdienststruktur finden und ausprobieren.“
Gesagt – getan. An vier Sonntagen hintereinander fanden zum ersten Mal
für unsere Gemeinde die sogenannten Sommer-Gottesdienste statt. Da

unser Pastor Interak-
tion mit den Ge -
meindemitgliedern
liebt, sollte dieses
Mal in den Gottes-
diensten sogar die
Predigt Raum dafür
haben. Das wurde
durch jeweils zwei
Gruppengesprächs-
zeiten möglich
gemacht.

Aber von vorn: Die ersten drei Gottesdienste fanden in unseren Gemein-
deräumen statt. Die Sitzordnung wurde aufgelöst und dafür die Stühle
Bistro-ähnlich in kleine Halbkreise aufgestellt. So wurde ein Austausch
schnell möglich gemacht. Die Predigt umfasste jeweils drei Teile; Predigt
und Gruppengespräch wechselten sich ab. Die Gesamtzeit eines Gottes-
dienstes war kürzer bemessen, dafür konnte man sich nach dem Gottes-
dienst bei Kaffee und Keksen weiter unterhalten. Die drei Themen ergänz-
ten sich: „Danken und Denken“; „Worte und Taten“ und zum Schluss:
„Bezahle dem Herrn Deine Gelübde“. Es gab genügend Zeit zum Hören,
Reden und Beten.

Das Finale der Sommer-Gottesdienste bildete der gemeinsame Gottes-
dienst der drei Gemeinden im Phoenix-Viertel in der Christuskirche
(Maretstr.). Stefan Kraft, der Pastor der Methodistischen Kirche Harburg
hatte die Vineyard Gemeinde Harburg und die Urchristliche Gemeinde
Harburg eingeladen und unser Pastor predigte über das Thema „Ermuti-
gung in Phasen der Ermüdung“. Die Atmosphäre wurde getragen von
einem guten Lobpreis und dem Gefühl des „Gemeinsam Unterwegs-
Seins“. „Insgesamt war das ne runde Sache,“ so eine Sommer-Gottes-
dienstbesucherin, “es wäre schön, wenn es solche Gottesdienste häufiger
gäbe!“


Thomas Ruchelka

Die Hausapotheke Gottes nach Jakobus 5:13-16 (Elberfelder), Teil II

- Leidet jemand unter Euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe
Psalmen. Ist jemand krank unter Euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde
zu sich, und sie mögen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des
Herrn.

- Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr
wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm verge-
ben werden.

- Bekennt nun einander die Vergehungen und betet für einander, damit ihr
geheilt werdet; viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.

Wiederholung:

Auch dieser Text am Ende des Jakobusbriefes trägt die typischen stilisti-
schen Merkmale dieses Briefes. Besonders auffällig ist hier eine gewisse
„Holperigkeit“ im Gedankenverlauf. Ebenso sind die Formulierungen
nicht flüssig, es gibt kaum Übergange zwischen den Gedanken. Wie ein-
zelne Perlen, die auf einer Perlenkette aufgezogen sind, ergeben die vielen
Anregungen als Gesamtes ein schönes Bild; die einzelnen Perlen jedoch
passen nur bedingt zueinander.

Ich habe den vorliegenden Text in drei (Sinn-)Abschnitte eingeteilt, und
dabei bedacht, dass das hier öfter vorkommende „und“ nur das schwache,
erzählerische kai (gr.) ist. Der erste Teil besteht aus drei kurzen Fragen und
drei entsprechenden Antworten. Im zweiten Teil steht das Gebet des Glau-
bens im Vordergrund, im dritten geht es viel mehr um die Verbindung von
Sündenbekenntnis und die Erhörlichkeit von Heilungsgebeten.

Teil II

Beim Lesen dieses Textabschnittes fällt auf, dass der Schreiber des Jakobus-
briefes erwähnt, dass das Gebet des Glaubens den Kranken retten wird.
Diese Wortwahl verwundert wiederum, da es im Griechischen mehrere
Worte für „heilen“ (d.h. „Beendigung von Krankheit“) gibt. Hier aber
benutzt Jakobus sozo (gr.), was eher mit „retten“, „schützen“, „erretten“
wiedergegeben wird. In unserem Sprachgebrauch wird unter anderem das
Wort „sozial“ davon abgeleitet. In der koine (das ist der Dialekt der Grie-
chischen Sprache des Neuen Testaments) wird sozo fast immer gebraucht,
um die einzigartige Errettung durch das Werk Christi zu beschreiben.

Ein Blick auf das hier verwendete Wort für „Kranker“, kamnontos (gr.)
hilft hier weiter. Anders als das in Teil I beschriebene asteneo (gr.), bedeu-
tet kamnontos (gr.) „der Todkranke“, „der Siechende“, „der dem Tode
Geweihte“. Diese Wortwahl veranlasst zur Annahme, dass Jakobus hier ein
anderes Szenario als das in dem vorherigen Vers beschreibt. Zusätzliche
Unterstützung erhält diese Annahme durch für den Jakobusbrief typischen
„Perlenkettenstil“ (siehe oben).

Ein weiterer Hinweis kann auch die Wortwahl im letzten Teil des Verses
sein: „und der Herr wird in aufrichten“. Hier tritt nun zum ersten Mal in
der zu beschreibenden Periskope der Herr selbst in Aktion. Das ist auch in
sich schlüssig, da der Herr den kamnontos aufrichten wird. Unser Leser
ahnt es sicher schon, das Wort „aufrichten“ anasthemi (gr.) wird normaler-
weise mit „auferstehen“, „auferwecken“ übersetzt.

Somit wäre es möglich, diesen Vers auch anders zu lesen: „Durch das
Gebet des Glaubens bezeugt der Todkranke in seiner schweren Abschieds-
stunde die Errettung seiner Seele durch das Erlösungswerk Christi. Dieses
Zeugnis lässt ihn an der Auferstehung der Toten teilhaben“.

Offen bleibt, wer das Gebet des Glaubens betet. Sind es die Ältesten vom
vorherigen Vers, bleibt eine stärkere innere Verbindung der beiden Verse
zueinander. Es ist m.E. aber auch möglich, dass der Todkranke selbst die-
sen Glauben hat und so ein Gebet betet.

Fazit zu Teil II:

Jakobus’ Wortwahl in diesem Vers lässt auch hier eine zumindest zweifa-
che Auslegung zu: Bei dem Besuch eines Todkranken soll mit großer Frei-
heit das Gebet des Glaubens gebetet werden. Es liegt in der Hand des
Herrn, was dann passieren kann: Der Todkranke wird geheilt, da der Herr
ihn wieder herstellt. Genauso richtig und exegetisch auch möglich ist aber
auch, dass das Gebet des Glaubens dem Todkranken beim Sterben hilft
und ihm so in seiner letzten Stunde den Blick auf das Erlösungswerk (wie-
der) frei macht. Er darf wissen, er wird bei der Auferstehung der Toten
dabei sein.

Es kann sein, dass der sogenannten Hausapotheke Gottes nach Jakobus
5:14 in gängiger Gemeindepraxis zu wenig Bedeutung zugemessen wurde.
Der große Bedeutungshintergrund des Wortes „asteneo“ (gr.) lässt ein
Dienstsprektrum für Älteste vermuten, das weit über Gebet für Kranke
(krank, d.h. Abwesenheit von Gesundheit) hinausgeht. Besonders im
Bereich der Schwachheit (körperlich, seelisch, geistlich) darf der Betrof fene
den segnenden, klärenden, seelsorgerlichen Dienst seiner Gemeinde -
ältesten empfangen, durch Gebet und Ölsalbung den Trost der Gegenwart
des Heiligen Geistes erleben und so bald wieder genesen.

(TR)

Juni / Juli /August 2015

Urlaub – nur Urlaub?

Liebe Geschwister und Freunde,
es ist schon ziemlich lange her, als Deutschlands arbeitende Bevölkerung
sehnsüchtig darauf wartete, dass es endlich wieder Sommer wird und
dass dann „die drei kostbarsten Wochen des Jahres“ erlebt werden können.
In dem flexiblen Arbeitsumfeld von heute ist es für die meisten von uns
ohne weiteres möglich, jederzeit Urlaub zu nehmen. Nur Arbeitnehmer,
die schulpflichtige Kinder haben oder deren Betrieb Betriebsferien festlegt,
erleben noch etwas von dieser Engführung in der Urlaubsplanung.

„Alles hat seine Zeit“ lehrt uns der Prediger im Alten Testament; über-
haupt entsteht der Eindruck beim Lesen der Bibel, dass Gott in Seinem
Herzen klare Zeitpunkte für Sein Handeln für, am und mit dem Menschen
festgelegt hat.* Schauen wir auf Israels Jahresablauf gemäß der Torah, so
erfahren wir von festen Zeitpunkten, in denen Sein Volk flehen, fasten oder
feiern soll. Diese Zeiten sind als Hilfen für Israels Beziehungspflege mit
ihrem Gott gedacht. Sie geben Rhythmus, Gelegenheit und Sicherheit in
der Lebensgestaltung.

In 2. Samuel 11,1 lesen wir, dass es damals auch andere festgelegte Zeiten
gab: „Es geschah im Frühjahr des Jahres, zur Zeit, wenn die Könige in den
Krieg ausziehen, ...“ und wir erfahren von König David, dass er zwar sei-
nen Heerführer Joab sandte, selbst aber zu Hause blieb. Bibelleser wissen,
dass König David, der Gesalbte Gottes kurz darauf zum Ehebrecher und
Mörder wurde.

Was für eine Niederlage für den „Mann nach dem Herzen Gottes“! Was
war passiert? Davids Aufgabe war es, als König und Heerführer in den
Krieg mit feindlichen Völkern zu ziehen, um sein Reich zu sichern und zu
erweitern. Doch stattdessen blieb er zu Hause und schickte lieber andere.

Sein ganzes Leben lang hatte David vorbildlich Kämpfe geführt und Siege
mit Hilfe seines Gottes errungen. Er besiegte nicht nur Goliath - David
besiegte auch sein eigenes Herz, als er aus Ehrfurcht vor Gott die ihm
zustehende Rache an König Saul nicht ausübte, sondern die Bestrafung
Sauls Gott überließ. Vorbildlich waren seine Haltung und sein Vertrauen
in Gott.

In dem besagten Jahr entschloss sich David, nicht wie üblich in den Krieg
zu ziehen, um sich so eine Pause zu gönnen. Aus der Pause wurde nichts,
er befand sich plötzlich in einen Kampf, für den er weder vorbereitet noch
ausgerüstet war: Die Schlacht um die rechte Verarbeitung sexueller Reize,
die über die Augen stimuliert werden. König David verlor auf der ganzen
Linie die Schlacht um die Reinheit seiner Augen. Nach der Vollendung der
Niederlage wartete der nächste Kampf auf ihn, die Schlacht um sein Herz.
Auch diese Schlacht verlor der Mann nach dem Herzen Gottes; er erließ
das Todesurteil über den Mann seiner Geliebten und sorgte dafür, dass es
vollstreckt wurde.

Erst neun Monate später fand König David Raum zur Umkehr. Gott hatte
ihm den Propheten Nathan geschickt. Das Prophetenwort traf David in
dem kurzen Moment mitten ins Herz, und David brachte sein schwerfäl-
lig gewordenen Herz wieder auf den Weg der Buße bis Gott es wieder her-
stellte.

Was können wir von David lernen?

Es gibt Kämpfe in unserem Leben, die wir für und mit unserem Gott
kämpfen und auch gewinnen dürfen. Bevor wir in diese Kämpfe ziehen,
werden wir von Ihm vorbereitet und geschult. Nehmen wir diese Kämpfe
nicht auf, sondern flüchten wir uns auf die faule christliche Haut der Mit-
telmäßigkeit, finden wir uns zu unserer Verwunderung in anderen Kämp-
fen wieder, für die wir nicht ausgerüstet sind und erleben so eine Nieder-
lage nach der anderen. Gottes Plan ist es nicht, und doch erleben wir es so.
Lass Dir von Gott den Kampf zeigen, für den Du von ihm bestimmt bist.
Und achte auf den Zeitpunkt, den er vorgibt, damit Du siegreich aus der
Schlacht hervorgehen kannst.

Ich wünsche uns als Gemeinde viele persönliche Siege in dieser Urlaubs-
zeit

Euer Pastor Thomas Ruchelka.

Das Gemeindeforum – Samstag 21. März 11-13 Uhr

Am 21. März war es endlich so weit, das erste Gemeindeforum fand statt.
Unser Pastor hatte eingeladen, mit ihm zum Thema: „Was ist Gemeinde?“
ins Gespräch zu kommen. „Eine Predigt ist ihrer Natur nach eher ein
Monolog, und eben deshalb möchte ich mit interessierten Geschwistern
über diverse wichtigen Themen ins Gespräch kommen,“ begründete unser
Pastor die Einführung dieser neuen Gemeindeveranstaltung.

Ca. 12 Geschwister versammelten sich in erwartungsfroher Atmosphäre
und lauschten bei Kaffee und Keksen erst einmal der 15 minutigen Einfüh-
rung in das Thema. Worte bringen Bilder in unserer Fantasie hervor. Es
braucht jedoch Kommunikation, um zu erkennen, dass sogar das Beispiel-
wort „Baum“ nicht auch das gleiche Bild in der Fantasie eines jeden Teil-
nehmers hervorrief: von „deutscher Eiche“ bis „Palme in der Karribik“ war
alles dabei. Bei dem Begriff „Gemeinde“ würde es uns wohl nicht anders
ergehen, nur ist uns das bewusst? Unser Gottesbild, unsere Bibellese und
unsere Erfahrungen haben uns ein Bild über „Gemeinde“ gezimmert. Wir
versuchen jeder für sich, bewusst oder unbewusst, dieses innere Bild zu
realisieren. Wir sollten uns im Klaren darüber sein, dass wir ein gemeinsa-
mes inneres Bild brauchen, um vorwärts zu gehen.

Nach der Pause war klar, dass Stilfragen und spezielle extravagante Got-
tesdienstelemente zwar wahrgenommen werden, aber nicht den Kern der
Frage „Was ist Gemeinde?“ trifft. Wenn wir einen Level tiefer gehen wol-
len, müssen wir uns mit der Suche nach unserem Gemeindemotto oder
nach unseren Werten in der Gemeinde befassen. Zum Ende hin stellte
unser Pastor zwei grundverschiedene „Gemeinde-Denkweisen“ dar, die er
aus dem Buch Liebe, Annahme und Vergebung von Jerry Cook entnom-
men hatte. Mit einem kurzen und kräftigen Gebet endete
das erste Gemeindeforum mit ca. 15 minutiger Verspätung. „So etwas soll-
ten wir bald wieder machen; es ist wichtig sich auszutauschen,“ war der
einhellige Tenor der Teilnehmer.

Unser nächstes Gemeindeforum wird am Samstag, dem 4. Juli, von 11.00-
13.00 Uhr stattfinden, jeder kann daran teilnehmen.

Thomas Ruchelka

 

März / April / Mai 2015

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Bekannte!

Warum feiern wir eigentlich Ostern? Auf den ersten
Blick könnte die Antwort heißen: „... vor allen Din-
gen, weil Jesus an unserer Stelle gestorben ist, weil
wir durch ihn Vergebung der Sünden empfangen
haben und weil er von den Toten auferstanden ist.
Diese Antwort ist natürlich richtig, aber, so scheint
mir, hat das Kreuz von Karfreitag im Laufe der Kir-
chengeschichte an Symbolkraft zugenommen. Am Anfang schien die Ver-
schiebung nur klein, doch ist dieser Zuwachs an Strahlkraft so stark
geworden, dass das leere Grab als Symbol oft in den Hintergrund tritt. Na
klar, das leere Grab lässt sich schwer symbolhaft darstellen, doch das soll-
te uns nicht davon abhalten, unsere Perspektive klar zu halten: Christen
feiern Ostern, weil Christus von den Toten auferstanden ist! Karfreitag ist
die notwendige Bedingung für die Auferstehung – frei nach dem Motto:
Nur wer tot ist, kann auch wieder auferstehen. Aber sonst ist dem Kreuzes-
symbol wenig abzugewinnen - Letztendlich ein Folterwerkzeug der römi-
schen Justiz, dem viele Tausende zum Opfer fielen. Das besondere ist, dass
Jesus nach drei Tagen wieder vom Tode auferstand!
Auch in der christlichen Taufe nach Römer 6 werden der Tod und die Auf-
erstehung Christi symbolisiert. Der Glaubende identifiziert sich durch das
Untertauchen im Wasser mit dem Tod Christi und in dem Auftauchen aus
dem Wasser mit der Aufstehung Christi. Er steigt dann wieder aus dem
Wasser und lebt von da an als bekennender Christ. Der Augenblick des
Untergetaucht-Werdens ist kurz, das Leben danach durch die Auferste-
hungskraft ist das Geschenk Gottes an den Glaubenden und will gestaltet
werden.
Das Kreuz so zum Mittelpunkt des Auferstehungsgeschehens zu machen
ist besonders dann verständlich, wenn es um die wunderbare Erfahrung
geht, dass Gott uns unsere Schuld vergibt und uns so ermöglicht, unsere
Vergangenheit aufzuarbeiten. Das ist der rückwärts gerichtete Blick. Das
Leben als Christ allerdings ist nicht rückwärts gewandt, sondern findet sei-
nen Ausdruck vor allen Dingen in der Gestaltung der Gegenwart durch die
Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn.
Am Kreuz wird’s eng. Die Pforte, die zu Gott führt, ist eng. Jesu Aussagen
sind klar und lassen keinen Spielraum: Der Mensch ist ein Sünder und
braucht Vergebung.
Am Kreuz wird’s eng und das ist auch gut so, aber das Leben als Christ,
wie sieht das aus? Die Gestaltung des Christenlebens in dem „danach“ ist
weniger starken Restriktionen unterworfen: Der Glaubende wird durch
Christus in Gottes Familie herzlich willkommen geheißen. Er darf durch
den Heiligen Geist Gott als Vater anrufen und gesundet in einer Vater
Kind-Beziehung. In dieser besonderen Beziehung geht es wie bei Men-
schen auch um Gemeinschaft, Austausch und Ermutigung. Diese Liebes-
beziehung tritt anstelle von Regularien; das Christenleben entfaltet sich
dynamisch, nicht mehr statisch. Gott darf als Vater angerufen werden und
er schenkt uns seine tröstende Gegenwart. Der Heilige Geist ermutigt uns
und ermöglicht uns, als Freunde Gottes zu leben. Das ist das Auferste-
hungsleben, das uns Gott durch Jesus ermöglicht hat.
Warum feiern wir Ostern? Weil Jesus gestorben und auferstanden ist UND
uns so ein Leben in Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater ermöglicht hat!
Ein schönes Auferstehungsfest wünscht Euch

Euer Pastor Thomas Ruchelka.

Weihnachtscafé 2014

Einmal anders als bisher, kein Adventscafe sondern Weihnachtscafe.

Am Zweiten Weihnachtsfeiertag trafen wir uns am Nachmittag zur
Andacht und anschließendem Kaffeetrinken. Das Buffet bestand natürlich
nicht nur aus Kuchen, sondern es war wieder mal sehr reichhaltig und
vielfältig. Es war wie immer ein Genuss. Zu alledem gab es auch noch ganz
besonders leckere, warme Waffeln, gebacken von Marion und Sabine.

Die turbulente Vorweihnachtszeit war vorbei,
auch die manchmal stressigen Weihnachtstage, die
meist vordergründig aus üppigen Festessen
bestehen. Wir durften abschalten und zur
Ruhe kommen, besinnlich und gelassen das
Weihnachtsfest ausklingen lassen.

Was ist Gemeinde? Welches innere Bild habe ich von Gemeinde?

Unser erstes Gemeindeforum wird am Samstag, dem 21.März 2015, von
11:00 bis 13:00 Uhr bei Kaffee und Gebäck in unseren Gemeinderäum-
lichkeiten stattfinden.
Wie auf der vorletzten Gemeindeversammlung beschlossen, soll dieses
Forum in Form einer lockeren Gesprächsrunde stattfinden. Wir wollen uns
austauschen und zusammentragen, was uns zum Thema bewegt, weil wir
glauben, dass wir gemeinsam mehr erkennen von Gottes Reich und seinen
Absichten mit uns. Jeder ist herzlich dazu eingeladen.
(tr)

Hilfreiche Gedanken zur Bibellese

Thema heute: 1. Korintherbrief 12:1-12, besonders Vers 11:
Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem aus wie er will.


Der obengenannte Vers stellt zusammenfassend klar, dass alles übernatür-
liche Wirken Gottes in den Gläubigen nur durch den heiligen Geist gesche-
hen kann. Im darauf folgenden Abschnitt (vv12 27) erfahren wir, dass es
dem Heiligen Geist gefällt, seine Vielfalt durch die Art des Zusammenwir-
kens der durch den Geist Beschenkten in der Gemeinde, dem Leib Christi,
zu veranschaulichen.


Was hat der „ein und derselbe Geist gewirkt" (vv 8 10)?
Paulus scheint hier nicht neun einzelne Geistesgaben zu nennen, sondern
eher neun Bereiche, in denen der Heilige Geist vielfältig wirkt. Diese Auf-
fassung wird textlich durch häufige Nutzung von Plural (z.B.: „Gnadenga-
ben der Heilungen") und von plakativen Beschreibungen (z. B.: „Wunder-
kräfte") gestützt. Folgen wir diesem Befund, weitet sich an dieser Stelle die
eigene Auffassung über das Spektrum der Wirksamkeit des Heiligen Geis-
tes. Manche Zuordnung des Erlebten oder gar eine Kategorisierung ent-
fällt, im Vordergrund stehen vielmehr die Fülle der Gaben(bereiche) und
die Auswirkung der Gegenwart des Heiligen Geistes.


„...und teilt jedem aus wie er will" (v 11b)
Gott hat seine Gemeinde überschwänglich mit vielen Gaben(bereichen)
beschenkt, nun gilt es, den Überfluss gut zu verwalten! Aus dieser Haltung
fließen dann die Anweisungen an die Glieder des Leibes: Jedes(!) Glied ist
beschenkt worden, damit allen(!) gedient wird (Vers 7: „zum Nutzen") und
alle(!) gesegnet werden! Da hat eine Mängelverwaltungsmentalität keinen
Platz! Gott möchte durch alle Gemeindeglieder die Fülle seiner Segnungen
und seiner Gaben sichtbar werden lassen.

Dieser so erlebbare Oberfluss manifestiert sich nicht chaotisch, wird er
doch durch den Heiligen Geist gesteuert! Jeder soll (etwas) empfangen,
doch der Heilige Geist teilt aus, wie er will. Da die Glieder des Leibes
Christi vielfältig in Zahl und Art sind, sind auch die Wirkungen des Heili-
gen Geistes vielfältig in Zahl und Art; nur so wird das Ziel der Zuteilun-
gen, die Erbauung alter Glieder am Leib Christi, erreicht.

Welchen Bedeutungshintergrund haben die „Zuteilungen" des Heiligen Geistes?
In den Versen 4 6 fällt das Wort „Verschiedenheiten" auf, es formt die
Begriffe Gaben, Dienste, Wirkungen zu einem Dreiklang und ordnet diese
parallel der Dreieinigkeit zu. Die textliche Gewichtung fordert eine nähere
Untersuchung dieses Begriffes „Verschiedenheit" (diaresis). Aus dem Lexi-
kon erfahren wir, dass dieses Wort aus der Militärsprache stammt. Paulus
hat in seinem Ringen um eine klare Abgrenzung "seines Evangeliums"
gegenüber dem Judentum und anderen Religionen in seiner Wortwahl oft
Begriffe aus anderen Bedeutungshintergründen entlehnt. So wohl auch
hier. Weiter erfahren wir, dass diaresis unter anderem auch „Zuteilung"
heißen kann. Diese „Zuteilung" geschah üblicherweise nach einem Sieg
über eine feindliche Armee. Die Sieger trugen die gesamte Beute nach der
Schlacht zusammen und übergaben sie ihrem Anführer. Der Anführer
seinerseits belohnte jeden einzelnen Soldaten gemäß seines Einsatzes.

Will man den Begriff diaresis und dessen Bedeutungshintergrund auf das
Thema Gaben(bereiche) des Heiligen Geistes übertragen, bietet sich fol-
gender Gedankengang an: Nach der größten Schlacht, die jemals gekämpft
wurde – Golgatha – teilt der Heilige Geist der Gemeinde eine reiche Beute
zu: Gaben, Dienste, Wirkungen. In dem die Gemeinde diese Beute emp-
fängt, feiert sie den großen Sieg Jesu! Klar wird auch durch dieses Bild,
dass diaresis eine Zuteilung aus der Fülle ist.

Fazit
Unser Gott ist die Fülle, er beschenkt gern. Das größte Geschenk hat er uns
schon durch Jesus gemacht. Wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles
schenken? Auch im Bereich der Geistesgaben dürfen wir unsere Mangel-
verwaltungsmentalität ablegen und so Gottes Fülle erleben.
Thomas Ruchelka, M.A

Dezember 2014 / Januar / Februar 2015

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Bekannte!

„Advent“ = Ankunft:
Wartest du noch oder genügt`s dir schon?

So sehr sich Erfahrungen von Menschen z.T. unter-
scheiden mögen – eines hat schon jeder von uns
erlebt: Wir mussten in unserem Leben doch ganz
schön oft auf jemanden oder etwas warten.
Das fängt schon früh an: Bereits ein Neugeborenes wartet auf die tröstliche
Nähe der Eltern oder bei Hunger auf die ersehnte Milch. Als Kind wartet
man sehnsüchtig auf seinen Geburtstag, Weihnachten oder die Einschu-
lung. Später kann man es kaum erwarten, den Führerschein zu bekommen,
die Schule hinter sich zu bringen, seinen Master in der Tasche zu haben
oder sein erstes Gehalt zu beziehen. Spätestens, wenn dies alles erreicht ist,
kommen andere Erwartungen auf: Der erbetene Ehepartner oder die
Geburt eines Kindes, ein eigenes Häuschen, ein größeres Auto oder ein
erholsamer Urlaub.
Wer viel unter Schmerzen zu leiden hat, wartet auf Heilung oder zumin-
dest Linderung. Wer einsam ist, wartet auf Besuch und wer traurig ist auf
ein aufmunterndes Wort. Oft warten ältere Menschen in schlechten Näch-
ten sehnsüchtig auf den Morgen des neuen Tages.
Wir alle warten - bewusst oder unbewusst – auf die Bestätigung, dass wir
geliebt sind und unseren Platz in dieser Welt gut und sinnvoll einnehmen.
Egal, wie lange wir warten und worauf – seien es tiefe Herzenssehnsüchte
oder so profane Dinge wie das Ende eines Staus oder dass sich die Schlan-
ge an der Kasse schnell auflösen möge – warten ist IMMER von Gefühlen
begleitet. Es gibt kein sachliches Warten. In jede Wartesituation mischt sich
entweder Vorfreude, Sehnsucht und Erwartung oder Ungeduld und Ärger
– je nachdem ob man auf das schaut, was sein wird oder auf das, was sich
momentan noch nicht erfüllt hat.
Mutet es da nicht seltsam an, dass wir Christen das Wiederkommen unse-
res Herrn oft scheinbar rational abhandeln, so nach dem Motto: „Jaaaa...
Jesus kommt wieder. Aber darauf hat seinerzeit auch schon Paulus gewar-
tet und das ist immerhin schon fast 2000 Jahre her. Das kann noch dau-
ern...!“
Gibt es unter uns noch diese leidenschaftliche Erwartung, die der Jünger
Johannes gekannt hat? Dieser Mann hatte die Ehre, die letzten Kapitel der
Bibel für uns niederzuschreiben. Seine letzten beiden Sätze lauten in
Offenbarung 22, 20 + 21:
„Derjenige, der dies alles bezeugt (Jesus), sagt: „Ja, ich komme bald!“
Amen! Komm, Herr Jesus!

Die Gnade des Herrn Jesus soll Euch (in der Zeit des Wartens) begleiten!
Warten ist nicht ohne. Wer auf die Erfüllung eines Wunsches wartet und
dabei eine längere Strecke zu durchlaufen hat, macht Herzensprozesse
durch, die zerreißprobenähnliche Verläufe haben: Von hibbeligem Hoffen,
über ängstlichem Zweifeln, Suchen nach Bestätigungen, resignierendem
Aufgeben bis hin zum festen, glaubensvollen, sehnsüchtigen Warten kann
alles dabei sein. Es ist, als spiele das Herz die ganze Partitur rauf und run-
ter und man wünscht sich das Ende des Stückes herbei.
Mein Wunsch für dich anlässlich dieser Adventszeit ist:
Dass dir dein Leben, deine jetzige Situation nicht genügt! Unzufrieden
sollst du sein! Marion - wie bitte?? Ja! Ich meine damit nicht eine Unzufrie-
denheit mit deinem Lebensstandard und deinen Beziehungen. Da wün-
sche ich dir tiefe, ehrliche Dankbarkeit!
Aber ich wünsche dir dass das, was du (erreicht) hast, nicht dein Herz
erfüllt. Ich wünsche dir das kribbelnde Herz einer Braut (oder eines Bräu-
tigams) in der Erwartung der bevorstehenden Hochzeit.
Kann man dort hinkommen? Ich glaube schon. Mit einem ehrlichen Blick
auf mein eigenes Herz, sehe ich deutlich: Dort bin ich noch nicht! Aber
wenn die Bibel recht hat – und davon bin ich überzeugt – dann glaube ich
daran, dass Gott Gebet erhört, das seinem Willen entspricht (1. Johannes 5,
14+15).
Entspricht es Gottes Willen, dass ich das Wiederkommen Jesu erwarte?
Ganz sicher!
Wie wäre es also, morgens beim Zähneputzen Jesus zu fragen: „Heute,
Herr? Ist es heute so weit? Lass mich bitte so leben, dass ich dein Kommen
erwarte. Erfülle mein Herz am heutigen Tag mit Sehnsucht nach deiner
Gegenwart und dass du mich mit nach Hause nimmst! Und wenn heute
noch nicht der Tag sein sollte, lass mich mit dem Blick auf dich so leben
und handeln, als wenn es morgen so weit wäre! Amen!“
In Erwartung einer unreligiösen, dein Leben ein Stück verändernden
Adventszeit grüßt dich herzlich
Marion Ruchelka

Mit großer Freude erfuhr ich Ende Oktober den Text der Jahreslosung für
das kommende Jahr. Dieser Bibelvers greift doch genau unsere Predigtthe-
matik auf, nach Epheser 4,1-3 eines Königkindes würdiges Leben zu füh-
ren. Besonders im Bereich „Annahme“ und „in Liebe Ertragen“ soll sich
der Unterschied zwischen Königskindern und anderen Gruppen zeigen.
Der Anspruch ist hoch „wie Christus“ und das Ziel ist klar: „Gottes Lob“.
Aber unsere Berufung ist eben auch „hoch“: Wir wurden von Gott selbst in
die Gemeinschaft mit Ihm und in Seine Gemeinde hineingerufen.
In dem wir uns auf dieses Übungsfeld einlassen, werden wir immer mehr
fähig, Annahme zu praktizieren. Wir werden dabei merken, dass Gott
unser Herz heilt. So befreit von eigenem Ballast bekommen wir Lust zu
noch mehr Annahme. Wir wollen das Lob Gottes mehren und sind dank-
bar für Gottes Werk unter uns.
Euer Pastor Thomas Ruchelka

Allianz-Gebetswoche 2015

 

Jesus lehrt beten

Eröffnungsgottesdienst am 11. Januar, 16.30 Uhrin der Petruskirche in Heimfeld


Gebetsabende vom 12. bis 16. Januar in den Räumen der
Vineyard-Gemeinde, um jeweils 19.30 Uhr

Der Tisch ist gedeckt

Alle guten Gaben,
alles was wir haben,
kommt oh Gott von dir,
wir danken dir dafür.
Endlich war es mal
wieder soweit, wir
konnten uns nach
einem wunderbaren
Erntedankgottesdienst,
nachdem unsere star-
ken Brüder die Tische
aufgebaut hatten, an
einem der gedeckten Tische setzen und die mannigfaltigen Speisen unse-
rer Geschwister zu genießen.
Es ist immer wieder schön, zusammen zu sitzen, zu plaudern, gemeinsam
zu essen und Gott zu danken, das er uns Tag für Tag, Jahr für Jahr so wun-
derbar versorgt.
Wir sollten häufiger im Sinne des Dankens zusammen sitzen, einmal im
Jahr ist eindeutig zu wenig.
Renate Thelen und Erika Thamm

3. Oktober: Nationalfeiertag - und Renovierungsbeginn Gemeindebüro

Wenn man ganz leise durchs Gemeindehaus ging hörte man, wie ein
Raum rief: "renoviere mich"!

Unser lieber Pastor Tom und seine
Familie beteuern, dass sie bei uns in
Hamburg gut angekommen sind. Lei-
der war es uns als Gemeinde bisher
nicht gelungen, unserem Pastor ein
Büro zur Verfügung zu stellen, in wel-
chem er seinen Betrieb ordentlich auf-
nehmen konnte.
Noch vom Umzug standen die Kartons
bis an die Decke gestapelt und nur ein
Genie ist in der Lage dort zu arbeiten.
Der Montagsgebetskreis beschloss Tom
zu fragen, ob wir mit ihm zusammen
das Büro renovieren und gemeinsam
neu dekorieren sollten.
Gesagt – getan, am 3.10.2014 begannen wir mit dem Ausräumen und dem

Renovieren. Dabei stellten wir fest, dass
es leider nicht möglich war, die alten
Tapeten überzustreichen und begannen
diese abzureißen. Selbst dieses war
äußerst mühsam. Mehrere Schichten
erschwerten uns die Arbeit.
Nun begann das Chaos!
Nachdem die Tapete entfernt war,
begann erst die richtige Arbeit. Alle
Wände mussten mit Zement geputzt,
hinterher gespachtelt und anschlies-
send geschliffen werden. Danach end-
lich konnte die neue Tapete und die
Farbe auf die Wände gebracht werden.
Diese Beschreibung der Arbeiten sollte

nur dazu dienen, zu erklären, warum
diese Maßnahme so lange gedauert hat.
Mit Freude konnten wir feststellen, dass
Tom in keiner Phase aus der Ruhe zu
bringen war, obwohl wir unsere selbst-
gestellten Terminvorgaben nicht ein-
hielten. Danke Tom, die Prüfung der
Geduld hast du mit "sehr gut" bestan-
den! Wir hoffen dass, wenn dieser
Bericht in den Druck geht, wir mit den
letzten Arbeiten fertig werden.
Ein besonderer Dank gilt Tom, Renate,
Karsten, Traute, Erika, Herbert, Rein-
hold, Niki und ein wenig meiner
Wenigkeit, (hoffe niemanden vergessen
zu haben).
Wir freuen uns als Gebetskreis, wenn sich Tom in dem neuen Büro zu Hau-
se fühlt.
Danke auch allen die für das Gelingen der Maßnahme gebetet haben.
Tom .... nun liegt es an dir – bringe Leben in das Büro, unseren Segen und
Unterstützung hast du ....
Uli Höhne